Marmor – verschleudert, verprasst, unterschätzt.
Der wahre Wert von Marmor ist höher, als man vielleicht denken mag und es im Spiel suggeriert wird.
Um das Wissen zu erweitern und das Interesse zu befriedigen, gibt es nun kompakte Infos über das Thema Marmor.

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Was ist Marmor?

Marmor – zum größten Teil aus Calciumcarbonat bestehend sind unter diesem Begriff alle polierbaren und dekorativen Kalkgesteine zusammengefasst.
Kalkhaltige Ablagerungen, so zum Beispiel Korallenriffe, gelangen über die Jahrmillionen durch die tektonische Plattenverschiebung ins Innere der Erde und wurde dort großem Druck und großer Hitze ausgesetzt. Neben dem dort enstehenden kristallinen Marmor gibt es aber auch Marmor, der durch seine wenig tiefe Lage im Erdinnerenkaum weniger stark kristallisiert ist.
Da sie poliert sehr schön und glänzend aussehen, teilen sie sich den griechischen Begriff \“marmaros\“, was glänzend bedeutet.

Geschichte des Marmors

Marmor gibt es heute in vielen verschiedenen Ländern – die Typen der einzelnen Regionen unterscheiden sich jeweils in Beschaffenheit und Farbe. Deshalb ist der Marmor ein Export- sowie Importschlager.
Der Marmor an sich erfreute sich im antiken Griechenland größter Beliebtheit. Aufgrund der hohen Verfügbar- und Verwendbarkeit (für Tempelanlagen, Wohngebäude, Statuen etc.) war Marmor der \“Kultstoff\“ der damaligen Zeit in diesem Gebiet.
Mit dem Niedergang des römischen Reiches, welches zwischenzeitlich den Staatseigentum am Marmor ausgerufen hatten, ruhte dieser Kult, bis er im 15. Jahrhundert erneut auflebte. Dort stellten sich vorallem der weiße, der rosafarbende und der braun-rötliche Marmor als besonders beliebt heraus.

Marmorabbau

Die Methode, den Marmor mit in den Berg getriebenen Keilen, die sich durchs Nasshalten ausdehnten und damit den Marmor aus dem Fels zu brechen, hielt sich sehr lange als die Gebräuchlichste. Nach dem Herausbrechen wurde das Stück von Hand bearbeitet und abtransportiert. Durch diese Methode ging aber sehr viel Material zu Bruch und die Ausschussrate war sehr hoch.
Nachdem man im 18. Jahrhundert damit begann, den Marmor mit Sprengstoff aus dem Berg zu sprengen, ging man 1896 dazu über, den Marmor mit großen Stahlseilen aus dem Fels herauszuschneiden. Mit dieser revolutionären Methode war der Abbau endlich kontrollierter zu schaffen.
Schlussendlich sorgte ein diamantbesetztes Stahlseil für die heutige Abbaumethode – mit sehr viel Präzision und Technik wird mit minimalen Verlusten Marmor gefördert und transportiert.

Marmor heute

Heute spielt der Marmor im Wohnungsbau – speziell in der Verkleidung und Ausstattung eine große Rolle.

Aber neben ästhetischen Verwendungszwecken gibt auch noch die technischen.
Marmorpulver wird als Schleifmittel verwendet, in feinster Form auch als Beimischung in der Zahnpasta. Die Pharmaindustrie stellt daraus Medizin her. Während Marmorwerke damals Überreste an die Industrie weiterverkauften, haben diese Industriezweige heute ihre eigenen Steinbrüche.

Quellen: http://www.planet-wissen.de/alltag_gesundheit/werkstoffe/marmor/index.jsp, http://www.massa-carrara.de, http://www.welt.de, http://upload.wikimedia.org

Was ist Ultimatives Siedlerwissen?

Diese Rubrik beschäftigt sich mit verschiedenen Elementen aus der Welt von DSO und schaut sich parallel die real existierenden Gegenstücke an.

Dabei wird kurz und kompakt eine Übersicht über die wichtigsten Merkmale gegeben.

Wem das Thema besonders gefällt und sich tiefer in die Materie einlesen will, kann dies über die beigefügten Links am Ende des Beitrages tun.

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