Ubisoft bemüht sich stets, die Spieler glücklich zu machen aber auch eigene Interessen durchzusetzen. Dass dies nicht immer gut geht seht ihr in diesem Kukk!.

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In der Rubrik “kurz und kritisch kommentiert!“, kurz “kukk!“, gebe ich als Individuum und Siedler(-online) Spieler meist kritische (subjektive) Kommentare zu aktuellen Themen ab und möchte dadurch zum Nachdenken anregen.
Lest euch einfach diese Artikel durch und bildet euch eure eigene Meinung zu den Dingen. Das und nicht mehr soll diese Rubrik bezwecken. Und lasst euch von dem kritischen Charakter nicht abschrecken :)

Ubisoft – kein Unternehmen spaltet die Spielerschaft zur Zeit so sehr wie die Spieleschmiede.
Oft wirken die Probleme oberflächlich, doch oft trägt man als Unternehmen selbst nicht gerade dazu bei, Problem- oder Konfliktvermeidend zu agieren.

Das Ubisoft problembehaftet ist, fällt immer wieder auf. Immer wieder passieren Patzer, werden ungewöhnliche oder unbeliebte Maßnahmen durchgeführt, wird an veralteter Politik festgehalten, werden bereits geschehene Fehler wiederholt.

Natürlich gibt es auch viele unberechtigte Kritiken, die in Foren oder als Kommentaren auf Seiten herumgeistern – das soll auch mal erwähnt werden. Doch in diesen Beispielen kann man sehen, wo anstatt Spiele auch oft Probleme geschmiedet werden.

Die Siedler – Sie kamen, sie sahen, sie gingen

Nach wie vor mangelnde Informationspolitik, unnachvollziehbare und unreife Änderungen und vertröstende Worte zu angekündigten oder meist gewünschten Punkten und natürlich das ständige Performance-Tiefpunkt. Dieses ist eine kurze Beschreibung jener, welche „Die Siedler Online“ auf kritischer Art und Weise beschreiben wollten.

Reden möchten wir als erstes, zu dieser Seite sehr gut passendes Thema, über „Die Siedler Online“, welche durch ihr eingeführtes „PVP“, also Spieler-gegen-Spieler System, so einige Stammspieler verprellte und diese sich laut oder stillschweigend aus dem Spiel verabschiedeten.

Am 26.11.2014 mit der morgentlichen Wartung ist es endlich passiert. Ein neues System wurde eingeführt, was Spieler die Möglichkeit gibt, durch Besetzen von Kolonien zusätzliche Rohstoffe zu ergattern. Neben den extra eingeführten neuen Ressourcen, welche man für diese Expeditionen benötigt, bleibt ein wahres Kräftemessen aber aus.
Es gibt keine Statistik bzw. Rangliste, die Spieler kämpfen ohne wirkliche Interaktion gegeneinander und können sich die erkämpften Kolonien zurückerobern bzw. einnehmen. Das schmeckt so einigen nicht, denn man kann den Feind nicht selbst bestimmen. So weiß man nie, gegen welchen Spieler seines Servers man kämpft. So könnte dies beispielsweise ein eigener Gildenkollege sein, den man gerade „ausnimmt“. Auch die neuen Gebäude und Ressourcen – also der komplette Aufwand, diese Zusatzfeatures zu betreiben, sind mehr als mühsam.

So kann man dieses Angebot an alternativen Spielemöglichkeiten aufgrund seiner mehr oder wenigen Belanglosigkeit einfach gekonnt ignorieren, oder aber einfach seinen Account an den Nagel hängen. Dass dies nicht gerade selten passiert, ist in den offiziellen Foren zuhauf zu lesen. Auch die vom Betreiber zu analysierenden Zahlen werden diesen Schwund bestätigen können.

Doch auch eine Abschwächung anderer Abenteuer und einige elementare Änderungen am Kampfsystem belasten alle Spieler.
Zu schnell sei der Fortschritt im Spiel seit jeher gewesen – dies solle nun mit den Abschwächungen der Märchenabenteuer für hochlevelige Spieler gebremst werden. Doch wagt man sich an alte, kaum betroffene Abenteuer, so sollte man in der Vergangenheit gut gesammelt haben, denn der Abenteuerreiter beim Kaufmann hat sich frei von allerlei bunten Abenteuern gemacht und bietet nur noch eine geringe Auswahl an Abenteuern zu angepassten Preisen an.
Die Produktionsketten wurden angepasst und bieten nun einen verlagerten Schwerpunkt auf Eisen, was nicht zuletzt dem Expeditionssystem zu schulden ist. Diese Änderung hat das ruhige Siedlerleben ebenfalls stark aus dem Gleichgewicht gebracht.

Nebst all dieser Änderungen, welche man für sich selbst bewerten muss, kommt aber ebenfalls der Umstand, dass die Performance und Stabilität der Server auch wieder leiden und die Spielerfahrung zum Negativen beeinflussen.

Man möge meinen, die schwarzesten Zeiten stehen gerade an und es kann nicht besser werden, dennoch können einige Probleme vom Anbieter behoben werden. Mit allem anderen müssen wir uns eben arrangieren – oder eben nicht.

Doch auch in fremden Siedlergefilden bebt die Erde anscheinend in ihren Grundfesten.

Assassins Creed – Total zerstörte Gensequenz?

Der Titel sagt eine mögliche Ursache. Die Gensequenz, durch welche wir die Erinnerungen des Protagonisten in der Zeit der französischen Revolution erleben dürfen, ist beschädigt.

Ein anderer Ansatz. Das Spiel wurde (mal wieder) zu früh auf den Markt geworfen und den Spielern unverschämterweise als Vollpreisspiel verkauft. Was passiert, wenn Assassins Creed-Fans solch eine Frechheit hinnehmen müssen, kann man sich sicherlich vorstellen. Nur als Information: Der Aktienkurs sank nach der Veröffentlichung um ganze 10 Prozent.

Der Hintergrund: Assassins Creed: Unity wurde am 13.11.2014 und war bzw. ist noch mit einigen Abstrichen spielbar.
An einem Update wird bzw. wurde seit einiger Zeit gewerkelt und behebt über 300 Fehler – wohlgemerkt nach Veröffentlichung und Verkauf des Spiels. Eine erschreckende Zahl. Meiner Meinung nach muss ein Spiel bei Erwerb ordnungsgemäß funktionieren, alles andere ist Softwareschrott. (PS: Auch ich habe Assassins Creed erworben und warte nun die zweite Woche infolge auf Verbesserungen, bis ich ein ungestörtes Spielerlebnis erfahren kann.)

Was die Spieler geboten bekamen, war mehr als ein schlechter Scherz. Grafikfehler, Abstürze, Ruckler und dadurch entstehende Unspielbarkeit. Außerdem gibt es wieder einige fragwürdige Elemente im Spiel: Geänderte Steuerung, In-Game Käufe (Kauf eines 100€ Ingame-Credit Paketes, wobei 50% aufgrund des Mangels an Sinnvollen Investitionen übrig bleiben und verschwendet sind) und extrem hardware-fressende Anforderungen. Den Versuch, das Desaster abzuwenden bzw. abzuschwächen wurde nun angekündigt, dass alle Käufer des Spiels eine Entschädigung in Form eines als kostenpflichtig angedachten DLC bekommen. Außerdem dürfen sich Käufer eines Season-Passes ein anderes Ubisoft-Spiel aussuchen.

Nur gut, so denke ich mir, dass ich Assassins Creed nicht von meinem hart erarbeiteten Geld gekauft, sonder kostenlos zu meiner Grafikkarte per Gutschein erworben habe.

Berichtsverbot für Spiele

(Gastkommentar von Nitram)

Da freut man sich als Spieler monatelang auf ein neues Spiel, wartet wenige Tage vor Release auf die ersten Testberichte. Vergebens.

Der Trend der großen Publisher geht dahin, sogenannte Test-Embargos zu verhängen, das heißt, Spielewebseiten und Magazine dürfen erst am (oder sogar erst nach dem) Releasetag ihre Tests veröffentlichen.

Jetzt fragt man sich bestimmt warum?

Eigentlich ist so ein Test eine gute finale Werbung kurz vor der Veröffentlichung. Wie man allerdings bei Destiny und zuletzt Assassin´s Creed Unity sieht, kommen die Spiele derart verbuggt oder unfertig in den Handel, dass diese Tests dann alles andere als verkaufsfördernd wären.

Es ist gerade bei Ubisoft sehr schade, da sie im Gegensatz zu Electronic Arts (2 mal in Folge schlechtestes Unternehmen Amerikas) einen eher besseren Ruf hat. Beispiele dafür: EA verbockt den Launch von Sim City, während Ubi neue Marken etabliert wie „Watch Dogs“ und „The Division“.

Aber ein jährlich neues Assassins Creed erhöht natürlich den Druck und die Fehlerquote und in diesem Jahr kommen sogar gleich 2 neue Assassin´s Creed Spiele in kurzer Zeit auf den Markt (eins im November und das andere Anfang 2015).

Meine Bitte an die Entwickler und Publisher: Nehmt euch einfach mehr Zeit, um Spiele fehlerfrei und fertig auf den Markt zu bringen. Dann könnt ihr euch die 5 GB DayOne-Patches sparen und müsst das Spiel nicht in 10 DLC´s zusammenflicken.

Und eine Warnung an euch Spieler: Wenn vor Release keine seriösen Tests veröffentlicht werden dürfen, lauft nicht am ersten Tag ins Geschäft, sondern wartet erst mal ab.

Vielleicht braucht es auch einfach mehr „Bestrafung“ für die Publisher, wie eine um 10 % gefallene Ubisoft Aktie zum wach werden.

Herunterladbare Puzzelteile anstatt Vollpreisspiel

Ein weiterer wichtiger Kritikpunkt ist die Vermarktung etlicher Spiele. Fast ausschließlich gibt es bei jedem Vollpreisspiel immer zusätzliche Inhalte, welche mit Echtgeld kaufbar sind. Dieser Trend bewährte sich vor allem in den letzten Jahren, wo die Spieleindustrie seither massive Zugewinne neben dem normalen Spieleverkauf produziert.
Doch wie fühlt man sich, wenn man jede Karte, jede zusätzliche Grafik, bessere Waffen oder Ausrüstung einzeln für kleines Geld kaufen muss? Season-Pässe, welche alle bald erscheinenden, zu bezahlenden Inhalte kostenlos zugänglich macht, wirken dahingegen direkt als Schnäppchen. Doch entscheidet der Spieler selbst, ob der Rubel rollt oder nicht.

Es ist dennoch nicht alles schlecht

Jeder Konsument hat selbstverständlich eigene Ziele, eine individuelle Erwartungshaltung, eine unterschiedliche Toleranzgrenze und eigene Prioritäten. Während andere auf bestimmte Dinge unentwegt wettern, so sehen andere in diesen Dingen kein Problem.

Auch Spiele, welche unsere Wünsche, Erwartungen etc. nicht zu 100% erfüllen, können Spaß machen und Freude bringen.
Ich habe nach wie vor viel Spaß mit Ubisoft-Titeln und sehe einige Probleme nicht so eng, wie sie beschrieen werden. Dies ist aber meine persönliche Art, an diese Dinge heranzugehen.
Dennoch Sägen am Stuhlbein des Spielspaßes und der Freude manchmal einige Probleme.

Zum Beispiel das Problem: Das Phänomen, dass selten gelobt, aber oft kritisiert wird. So entsteht der Eindruck, dass eben alles schlecht sei.

Was dagegen spricht sind die Spieler- und Absatzzahlen – Ein unerklärliches Phänomen.
Entweder scheinen die Spieler folglich völlig unzufrieden und geprellt weiterzuspielen, oder es ist einfach doch nicht so schlimm wie man jemandem weißmachen möchte. Das Geld kommt rein, die Spieler spielen – alles doch nicht so schlimm oder?

Es gibt somit Dinge, welche man hinnehmen kann und auch muss, ohne direkt zornig oder beleidigt zu werden.
Dies wären unerfüllte Wünsche, ungewollte Änderungen und fehlerhafte Features.
Ebenso gibt es natürlich andere Dinge, welche absolut nicht zu tolerieren sind. Dazu gehören nicht lauffähige Spiele oder permanente Serverprobleme.

Diese Grenzen muss jeder für sich selbst erkunden. Das war schon immer so und wird auch immer so bleiben.
Letztendlich ist es doch der Spieler, der durch Kaufen/Spielen oder Nichtkaufen/Nichtspielen und nicht durch ständiges Kritisieren (der Deutsche kritisiert offensichtlich sowieso ungemein ziemlich viel und oft) nachhaltige Zeichen setzt.